Title
Direkt zum Seiteninhalt
Verhaltensauffälligkeiten
Katzen, die sich unwohl fühlen oder unter Stress leiden, zeigen es dem Menschen mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten,
denen es auf den Grund zu gehen sind!


Aggressionen
Aggression ist eine "Reaktionsmöglichkeit", über die eine Katze versucht, gewisse Probleme gegenüber Artgenossen oder im schlimmsten Fall, sogar gegenüber dem Menschen abzubauen.

Gründe für Aggressionen können sein:
  • Über- oder Unterforderung
  • Lebensumstände (Stress)
  • erlerntes Verhalten
  • Schmerzen
  • Selbstverteidigung
Pet and Bite
Ein besonderes Verhalten von Katzen ist, dass sie gestreichelt werden möchten und nach einer gewissen Zeit oder einer bestimmten Berührung mit Fauchen oder/und einen Pfotenhieb aggressiv reagieren oder weglaufen. Auslöser können hier Furcht, Angst oder vielleicht auch Organprobleme sein. Letzteres wäre bei einem Tierarzt abzuklären, während man ansonsten mit dem Verhalten der Katze leben muss.

Ein Katze, die unter Schmerzen leidet, ist unberechenbar. Selbst der eigene Besitzer kann vor deren aggressive Reaktionen nicht sicher sein und eine Behandlung ist immer mit Vorsicht vorzunehmen. Auf jeden Fall sollte das Tier umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden!
Katzen mit Demenz
Egal ob Mensch oder Tier - alle Lebewesen werden älter und das hinterlässt seine Spuren. Genauso wie Menschen an bestimmte Krankheiten im Alter leiden, so kann es auch unsere Tiere treffen. Darunter zählt z. B. Krebs oder Demenz (Vergesslichkeit). Letzteres ist zwar nicht so schnell wie beim Menschen zu diagnostizieren, aber gewisse Anzeichen sind auch bei einem Tier erkennbar.
  • Katze schreit nachts und auch am Tage
  • Unsauberkeit (evtl. aufgrund von Schmerzen)
  • sie ist desorientiert oder verwirrt
  • Umherwandeln, ohne zu wissen was sie wollte
  • Katze verliert den Bezug zu Raum und Zeit: Wenn sie geschlafen hat, benötigt sie einige Zeit, wer und wo sie ist oder was sie da wollte
  • Soziale Probleme im Mehrkatzenhaushalt
  • Katzen werden depressiv

Eine Katze mit Demez sollte sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. Es kann sein, dass noch andere Krankheiten mit den Symptomen zusammen hängen und somit sollte ein Gesundheits-Check oberste Priorität haben. Da im Alter auch die Gelenke schmerzen, was die Tiere aber nur selten zeigen, sollte hier eine Schmerztherapie erfolgen.

Eine Katze mit Demenz muss nicht eingeschläfert werden, denn mit der heutigen Medizin kann sie noch ein schönes Leben haben. Wichtig ist aber auch ein verständisvoller und geduldiger Besitzer, der die Katze auch im Alter noch geistig auf Trapp hält und nur wenig körperlich beansprucht.

Mobbing
Mobbing gibt es nicht nur unter Menschen, sondern ist auch bei Katzen zu finden, welches meistens in einem "Mehrkatzenhaushalt" auftritt, in denen mehrere Tiere mit unterschiedlichen Charakteren leben.

Wodurch entsteht Mobbing?
Potente/Gesunde Katzen liegen in der Rangordung höher als kastrierte und/oder kranke Tiere. Normalerweise reichen kleine Streitigkeiten aus, die Rangfolge wieder etwas zu festigen. Diese kleinen Unstimmigkeiten laufen meist harmlos ab und es gibt auch keinen Grund, dass der Katzenhalter eingreifen muss.

Welche Gründe gibt es für Mobbing?
Hier kann es an verschiedene Faktoren liegen. Mitunter sind es auch Unterforderung des angreifenden oder an fehlenendes Selbstbewusstsein des gemobbten Tieres. Bei letzterem sollte versucht werden, dass Selbstbewusstsein des Tieres zu stärken.

Wie kann man Mobbing unterbinden?
Zuerst einen Termin beim Tierarzt für einen gründlichen Gesundheitscheck machen, um ausschließen zu können, ob das gemobbte Tier auch gesundheitlich in Ordnung ist. Sollte eine Krankheit vorliegen, ist es wichtig, das Tier als erstes behandeln zu lassen, um ihren sozialen Status in der Katzengruppe wieder zu erlangen. Sollten die Tiere noch nicht kastriert worden sein, sollte dieses schnell nachgeholt werden.

Die Angriffe der Katze sollte man vor ihrem Verhalten "maßregeln" und auch im Vorfeld schon unterbinden. Hierzu reicht oft schon ein bestimmtes "Nein".

Was sind eindeutige Signale eines Angriffs?
Anzeichen für einen Angriff sind anstarren, beim Belauern in geduckter Haltung verharren und den Weg abschneiden.

Angreifer positiv belohnen
Um in Zukunft die Katze von weiteren Angriffen abzuhalten, heißt es, das Tier für sein positives Verhalten mit Aufmerksamkeit zu belohnen. Hierzu eignen sich Streicheleinheiten und Belohnungen, welche natürlich auch nach dem eingestellten Gleichgewicht beibehalten werden sollen, denn sonst beginnt das Mobbing wieder von vorne.

Letzte Konsequenzen
Problematischer ist, wenn sich das gemobbte Tier nicht mehr wohl fühlt und plötzlich unsauber wird oder sonstige gesundheitlichen Probleme oder sogar blutige Verletzungen auftreten. Hier sollte man überlegen, ob man zum Wohl des Tieres entscheidet und es in andere Hände abgibt - vielleicht sogar als Einzelkatze.

Unsauberkeit
Katzen sind in der Regel sehr reinliche Tiere, die aber, sobald sie sich unwohl fühlen oder unter Stress leiden, zeigen sie ein Problem mit Unsauberkeit. Das heißt, sie urinieren plötzlich nicht mehr ins Katzenklo, sondern hinterlassen ihre "Geschäfte" an diversen anderen Stellen in der Wohnung. Im schlimmsten Fall kann es sogar das eigene Bett oder der Sessel/Couch sein kann. Die häufigste Ursache ist oft falsches Toilettenmanagement wie z.B. zu kleine oder zu wenig Katzenklos.

Infos über die Katze
  • Seit wann ist die Katze in der Familie?
  • Kastriert? Seit wann?
  • Vorgeschichte der Katze (z.B. bei Tierschutztieren)?
  • Seit wann ist sie unsauber?
  • Scharrt sie nach ihrem Geschäft?
  • Uriniert die Horizontal/Vertikal und wohin?
  • Wie uriniert sie: Im Stehen oder Hockt sie?

Rund ums Katzenklo
  • Wird eine neue Streu verwendet?
  • Fand ein Ausstausch des Katzenklos statt?
  • Stehen Katzenklos mit oder ohne Haube zu Verfügung?
  • Wie oft wird das Katzenklo am Tag gereinigt?
  • Wir oft wird das Katzenklo einer Grundreinigung unterzogen?
  • Steht das Katzenklo so, dass die Katze nicht gestört wird?
  • Stehen genügend Katzenklos zu Verfügung?
  • Wo stehen die Katzenklos?

Wohnsituation
  • Wurde in der Wohnung etwas verändert oder umgeräumt?
  • Wurde anderes Putz- oder Waschmittel verwendet?
  • Haben Sie neue Möbel gekauft?
  • Wurde das Katzenklo umgestellt?
  • Darf die Katze bestimmte Räume in der Wohnung weiterhin nutzen?

Andere Ursachen
  • Wird das Tier vernachlässigt?
  • Hat sich am Tagesablauf der Katze oder bei Ihnen etwas verändert?
  • Ist ein weiteres Tier bei Ihnen eingezogen?
  • Gibt es neue Gerüche oder Geräusche in der Wohnung?
  • Hat die Katze vor einem Familienmitglied oder einem anderen Tier Angst?
  • Ist ein weiteres Familienmitglied (z.B. eine Baby) eingezogen?
  • Hat die Katze schlechte Erfahrungen mit ihrem Katzenklo machen müssen?
  • Hat sie sich vielleicht schon mal während des Kloganges erschrocken?

Hygienetipp
Normale Haushaltsreiniger oder "Tierduftentferner-Sprays" aus dem Drogeriemarkt helfen bei der Entferung des Uringeruchs von Sofas oder Couchgarnituren nicht, auch wenn die Verkäuferinnen etwas anderes erzählen. Diese Mittel helfen nur oberflächlich!
Da der Urin tief ins Mobiliar eingedrungen ist, muss hier tiefer und großflächiger gearbeitet werden. Die Inhaltsstoffe Ammoniak, Schwefelwasserstoffe, Merkapatan und Amine, die für den Katzengeruch verantwortlich sind, müssen abgebaut werden. Um den Uringeruch aber dauerhaft zu entfernen, eignen sich nur Reiniger auf Bakterien-Basis wie z.B. BactoDes Animal.

PICA
Katzen, die nicht nur für sie bestimmtes Katzenfutter zu sich nehmen, sondern auch andere Stoffe anknabbern und sogar herunterschlucken, ist ein Verhaltensproblem. Aber warum fressen manche Katzen auch unverdauliche Stoffe, die für sie gesundheitsschädlich sein können?

PICA ist das Fressen von Textilien und anderen unverdaulichen Stoffen. Bestimmt Katzenrassen wie z.B. Burma/Siam, sind bekannt für dieses Phänomen. Beide Geschlechter sind davon betroffen und auch eine Kastration konnte keine Besserung herbeiführen.

Meist fängt es bei Katzen mit harmlosen Nuckeln oder Fressen von Wolle zwischen dem zweiten und achten Lebensmonat an. Wenn sich das Verhalten verfestigt, steigen sie auf andere Materialien wie Baumwolle, Synthetik oder sogar Mischfasern um. Es gibt Tiere, bei denen gehört zum alltäglichen Ritual diese Stoffe zu sich zu nehmen, andere wiederrum fressen diese nur vereinzelt.

Das Fressen von diesen Stoffen ist aber nicht ungefährlich, denn je nach Material und Menge, kann es beachtliche Maße annehmen. Normalerweise passieren die aufgenommenen Stoffe ungehindert den Verdauungstrakt der Katze. Wenn sich dieses Material jedoch im Magen festsetzt, dessen Schleimhäute reizt oder den Darm verschließt, ist es für die Katze lebensgefährlich. Nur eine schnelle OP und die Entfernung des Materials, kann das Leben des Tieres retten. Bei einigen Katzen verschwindet die Vorliebe für Pflanzen, Kabel, Gummi, Kunststoff, Katzenstreu oder Gewebe im Alter von 2-3 Jahren im Laufe des Erwachsenwerdens.

Gibt es Lösungen
  • Lebensumstände und Haltungsbedingen der Katze prüfen. Hat sie Stress?
  • PICA-Katze den Kontakt zu ihren bevorzugten Materialien verwehren
  • Ernährung mit Hilfe des Tierarztes auf ihre Fressgewöhnheiten umstellen
  • Katze mit Spiele ablenken, die ihren Jagd- und Beutetrieb nutzen
  • Bei Kitten keine klumpende Einstreu verwenden
Fellrollen
mehr zum Thema unter Krankheiten -> FHS
Zurück zum Seiteninhalt