Zusammenführung von Katzen

Die Zusammenführung von Katzen ist nicht immer einfach und kann in einigen Fällen sehr viel Geduld und auch Zeit erfordern. Hier ist es besonders wichtig, dass die Charakteren und das Alter der Tiere aufeinander abgestimmt wurden. Der Tierbesitzer sollte nichts überstürzen und die Ruhe selbst sein, da am Anfang schon vieles falsch gemacht werden kann.

Was ist noch normal...

  • Fauchen oder kurzzeitiges Knurren,
  • Sichtschutz aufsuchen,
  • wenn eine Katze von Hinten langsam den Analkontakt sucht,
  • Anhebung der Vorderpfote durch Androhung eines Schlages,
  • die Katze mit der Pfote in Richtung der neuen Katze schlägt oder auf dessen Kopf (erste Kontaktaufnahme war zu forsch!).

Zusammenführung abbrechen, wenn...

  • ein Angriff mit vollem Körperseinsatz getätigt wurde,
  • die Katze das andere Tier jagd und dessen Versteck belagert,
  • sich die Katze zurückzieht und Angst hat.

Gleichgeschlchtlich ist besser...

Kater können manchmal kleine Rabauken sein, da sie mehr auf "Raufspiele" stehen, während weibliche Tiere lieber "Verfolgungsjagden" vorziehen. Das ist aber normal und liegt in der männlichen Natur und es wäre falsch, ein weibliches Tier bei einem dominanten Kater als Zweitkatze dazu zu nehmen. Sie hätte keine Chance, da sie dem Kater kräftemäßig unterlegen wäre. Der Spaß am Spielen würde in Angst umschlagen und die Kätzin wird sich vermutlich zurückziehen und verstecken, wenn der Kater sich nähern würde.

Das Alter der Tiere beachten...

Ältere Kater sind in der Regel kein Problem und sie akzeptieren eigentlich alles in ihrer Nähe. Anders widerrum ist es bei Katzen ab 10 Jahren, da die Tiere schon ein gewisses Alter erreicht haben und vielleicht körperlich nicht mehr ganz fit sind und lieber ihre Ruhe haben möchten, als von einer verspielten und aufdringlichen Katze permanent belästigt und gejagt zu werden.

Die Zusammenführung

Aus Sicherheitsgründen ist es besser, wenn die Tiere die ersten Tage getrennt gehalten werden. Dazu wird für den Neuankömmling ein eigener Raum mit Katzenklo, Futterplatz, Spielzeug und Körbchen hergerichtet, wo sich das neue Tier erst mal an die neue Umgebung und Situation gewöhnen kann. Um den ersten Kontakt herzustellen, kann man die Kuscheldecken öfter untereinander austauschen. Die Tiere können nun den Geruch des anderen kennen lernen. Nach ein paar Tagen kann man es wagen, die Tür des Zimmers des Neuankömmlings ganz zu öffnen.

Die Tiere einfach nur beobachten, aber nicht anstarren und verhalte dich ganz normal und bleib ruhig. Wenn sich die Tiere ein wenig anknurren und anfauchen, ist es noch normal. Sollte es widererwartend doch zu Spannungen zwischen den Tieren kommen und die Situation plötzlich in Aggressivität umschlägt, ist es noch zu früh und die Tiere benötigen noch ein wenig Zeit. Die Zusammenführung sollte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals wiederholt werden.

Wenn nun ein weiterer Besuch der ersten Katze friedlich abläuft, kann man der Zusammenführung ihren Lauf lassen. Hier kann man im Zimmer bleiben und das Geschehen aus den Augenwinkeln beobachten, damit die Tiere sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Die Stimmung einer Katze, kann blitzschnell umschlagen und wenn es zu Unstimmigkeiten kommen sollte, kann im Notfall immer noch schnell eingegriffen werden.




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